Gründungsmitglieder und Mitwirkende

GRÜNDUNGSMITGLIEDER&MITWIRKENDE

GRÜNDUNGSMITGLIEDER

Ekaterina Trachsel (1989) hat von 2010 bis 2017 Szenische Künste (B.A.) und Inszenierung der Künste und der Medien (M.A.) in Hildesheim studiert. Seit April 2017 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hildesheim und promoviert und lehrt dort im Bereich Theaterwissenschaft. Als Gastdozentin war sie unter anderem an der LMU München, an der HfG Offenbach und bei den Darmstädter Ferienkursen tätig. Sie wurde 1989 in Zürich geboren, wo sie eine klassische Tanzausbildung absolviert hat. Als Tanzpädagogin und Choreographin war sie am Schauspielhaus Zürich und in Guatemala City tätig. Zwischen 2009 und 2011 hat sie unter anderem bei Produktionen von Bernhard Mikeska, Auftrag:Lorey und Andreas Kriegenburg mitgewirkt und war Assistentin und Inspizientin am Schauspiel Frankfurt.


Stephan Mahn (1988) studierte von 2010 bis 2017 Szenische Künste (B.A.) und Inszenierung der Künste und der Medien (M.A.) an der Stiftung Universität Hildesheim. Er ist Gründungsmitglied der GEHEIMEN DRAMATURGISCHEN GESELLSCHAFT, einer Gruppe von professionellen Gesprächsanstifter:innen, welche als Künstler:innen und Vermittler:innen aktiv sind und Gespräche über Aufführungen, Theater im Allgemeinen und die Bedingungen und Strukturen für die Produktion und Präsentation von (darstellender) Kunst initiieren. Ein weiterer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt auf partizipativen Inszenierungsprojekten mit nicht-professionellen Darsteller:innen verschiedener Generationen. Diese waren u. a. am Stellwerk Weimar, Volkstheater des Badischen Staatstheater Karlsruhe, Theater Bremen und dem Deutschen Nationaltheater Weimar zu sehen. Seine Inszenierungen wurden zum Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern eingeladen, für den Thüringer Theaterpreis nominiert und mit dem „Nah Dran! – Ein Preis für Demokratietheater“ des Bund Deutscher Amateurtheater ausgezeichnet.


Birk Schindler, geboren am 13. Mai 1989, ist freier Theatermacher, Bühnenpyrotechniker und Produktionsleiter bei VOLL:MILCH und bei der Produktionsgemeinschaft nota. Für nota hat er sich eine produktionstechnisch zentrale Zwischenposition erarbeitet: Die Position des ‚digitalen Probens‘, eine Mischung aus Probenpraxis der Pyrotechnik und der Freien Szene, ästhetisch/technischer Codetheorie und praktischem Programmier-Dilettantismus. 2021 hat er zusammen mit der Performance und Special-Defects Künstlerin Stine Hertel bei den Internationalen Schillertagen szenische Forschung zum Dissens mithilfe von Pyrotechnik betrieben. In den Jahren zuvor gab er Pyrotechnik-Workshops sowohl für Bühnentechniker:innen als auch für Kinder ab acht Jahren; unter dem Titel ACHTUNG, ICH ZÜNDE! und zusammen mit der bildenden Künstlerin Paula Löffler. 2019 hat er für die Münchner Organisationsleitung des europaweiten Demobündnisses Ein Europa Für Alle - Deine Stimme gegen Nationalismus! gearbeitet. 2018 hat er sein Hildesheimer Studium der Szenischen Künste abgeschlossen. Seine Ausbildung als Pyrotechniker begann er 2014/15 bei der Münchner Pyrotechnik und Special Effects Firma Fire, Ice and Magic.


Sebastian Rest (1985) studierte 2006-2008 Kunstgeschichte und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften in Frankfurt am Main und von 2010 bis 2015 Szenische Künste in Hildesheim. Er war Gründungsmitglied der Frankfurter Band Locase. Nach seinem Studium hat er als Freier Theatermacher in verschiedenen Projekten mitgearbeitet und war als Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim beschäftigt. Seit der Spielzeit 2019/20 ist Sebastian Rest Dramaturg am Jungen Theater Bremen.


Paula Löffler (1989) wirkte über zehn Jahre lang als Tänzerin im Jungen Ensemble des Tanzstudios Johanna Knorr. Sie studierte bis Sommer 2012 Philosophie-Künste-Medien an der Universität Hildesheim. Seit Herbst 2012 ist sie Studentin der Freien Kunst in Braunschweig und arbeitet außer im Theater in der Zeichnung, Videoperformance und Installation. (aktives Mitglied 2011-2016)


MITWIRKENDE

Anne Ferber (https://anneferber.de/) studierte Integriertes Design an der Hochschule für Künste Bremen. 2016 inszenierte sie im Kunst- und Kulturverein Spedition Bremen die performative Installation ODER ABER, die sich anhand von Schuh-Objekten mit dem Zweifeln als bewegungsgebendes Moment auseinandersetzt. Sie arbeitete am Landestheater Linz als Kostümassistentin und war von 2017-19 am Deutschen Nationaltheater Weimar als Ausstattungsassistentin engagiert. Außerdem realisierte sie im Stellwerk Weimar das Bühnen- und Kostümbild von HOPPLA (Regie: Esther Jurkiewicz), einer Inszenierung für die Allerkleinsten. Seit 2019 ist sie freie Bühnen- und Kostümbildnerin. Sie arbeitete künstlerisch an der Bühne von A Christmas Carol am DNT Weimar (Bühne: Friederieke Lettow, Regie: Swaantje Lena Kleff) und von Romulus der Große am Staatstheater Wiesbaden (Bühne: Philip Rubner, Regie: Sebastian Sommer) mit. 2021 gestaltete sie das Kostüm- und Bühnenbild von LASS ES RAUS! am Thalia Theater Halle (Regie: Esther Jurkiewicz) und aktuell arbeitet sie als Bühnen- und Kostümbildnerin an der Stückentwicklung Wie lang geht das noch? am Theater Bremen (Regie: Kollektiv Arnold&Bianka). (Aktuelle Zusammenarbeit für die Produktionen ARBEIT IST KLASSE!)


The German scenographer and artist Ariane Trümper (http://www.arianetrümper.de/) studied fashion design in Berlin and worked for several years as film professional in Germany and France. In 2014 she graduated Cum Laude with a MA Scenography at the Frank Mohr Institute (FMI) in Groningen. During her study she started working with technology, such as camera’s and interactive performance programs and visited additional courses of the IME Master program (Interactive Media and Environments). Ariane is living and working from Rotterdam as an independent artist and scenographer in Germany and the Netherlands.

Ariane’s work is situated on the intersection between fine arts and performance design, researching perceptive and performative processes filtered through our bodies and technology. She received grants from i.e. the CBK Rotterdam for her research on the experience of space through sound, is part of the German performance collectives Monster Control District and the Dutch research group Platform-Scenography. Ariane is regularly tutoring, i.e. at the HKU Utrecht (MA Scenography), as well as the University Hildesheim. 2019/20 she was Fellow at the Academy for Theatre and Digitality in Dortmund and became a Pre-PhD candidate at the HKU Utrecht. She creates artistic installations, performances and media works. (Produktionen WELCOME und VORZEIGEKIND, Teil des Monster Control Districts)


Moritz Friese (https://www.moritzfriese.de/) ist Kameramann und Filmemacher. Er lebt in Berlin wo er sein Studium in Bildgestaltung an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) abschließt. Mit dem Kollektiv VOLL:MILCH arbeitete er an mehreren Projekten, so gestaltete er 2015 etwa für das Theaterstück Refugee Homecare : Flüchtige Heimatpflege : أديهو فرصة einen Langfilm für drei Leinwände. Er war Bildgestalter für den Kurzfilm LAND OF GLORY (Regie Borbála Nagy, u.a. Deutscher Kurzfilmpreis 2020) und für das Lichtkonzept für WHAT DO WE SEE WHEN WE LOOK AT THE SKY (Regie Alexandre Koberidze, Berlinale Wettbewerb 2021, FIPRESCI-Preis) verantwortlich. (Teil des Monster Control Districts)


Maissara M. Saeed (1974) flüchtete 2010 aus dem Sudan und hat im September 2012 politisches Asyl in Deutschland erhalten. Im Sudan war er medizinischer Assistent, musste seine Stelle jedoch auf Grund seiner oppositionellen Haltung aufgeben und flüchete daraufhin aus seiner Heimat. Seither ist er Aktivist und leistet Aufkärungsarbeit (auch auf internationalen Tagungen) in den Bereichen Gesundheit im Sudan sowie Flüchtlings- und Asylrecht in Deutschland. Er ist Mitbegründer der German Sudanese Association For Development. (Produktionen: Also gut mein Sohn, dann halt mal deinen Schwanz fest. und

Refugee Homecare : Flüchtige Heimatpflege : أديهو فرصة.)


Hassan A Bakar Omar ist gelernter Automechaniker und ist vor acht Jahren aus dem Sudan geflohen. Er ist Koch im Flüchtlingscamp am Weißekreuzplatz in Hannover. Hassan ist Performer in Refugee Homecare : Flüchtige Heimatpflege : أديهو فرصة.


Ahmed Haron ist Performer in Refugee Homecare : Flüchtige Heimatpflege : أديهو فرصة. Er ist 21 Jahre alt und plant zur Zeit seine Ausbildung zum Straßenbahnfahrer. Er wartet seit zwei Jahren auf seine Anerkennung als Flüchtling.


Haitham Mansor ist Schlagzeuger der Camp-Band S.P.Music in Hannover. Er ist Performer in Refugee Homecare : Flüchtige Heimatpflege : أديهو فرصة und plant eine Weiterbildung zum Maler oder Innenausstatter. Haitham ist aus seiner Heimat, dem Sudan, geflohen und wartet seither auf seine Aufenthaltsgenehmigung.


Jörg Apel war von 1983 bis 2011 Modellbauer, bis er 2011 wegen einer Erkrankung an der Hand seinen Beruf aufgeben musste und eine neue Berufsausübung zum Lehrer/Dozent für Deutsche Gebärdensprache macht. Jörg Apel ist seit seiner Geburt gehörlos.  Für das Projekt „    “ steht er als Experte auf der Bühne.


Marion Jansen ist hörende und gebärdensprachkompetente Förderschullehrerin am Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Hildesheim.  Zusammenm mit Jörg Apel und Saskia Zimmermann steht sie für das Projekt „    “  als Expertin   auf der Bühne.


Saskia Zimmermann ist ausgebildete Logopädin und studiert seit Winter 2014 Bildungswissenschaften in den Gesundheitsfachberufen Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie an der HAWK in Hildesheim. Sie arbeitete im Kontext eines Praktikums während ihrer Ausbildung in Leipzig mit hörgeschädigten Menschen zusammen, und erlernte hierfür Grundkenntnisse der Deutschen Gebärdensprache. Sie wirkt bei „    “ als Expertin mit.


Judith Philippa Franke (1986) hospitierte ein Jahr in der Theaterpädagogik des TdJ in Wien und studierte Theater- Film- und Medienwissenschaften. 2007 ging sie nach York City und assistierte Richard Foreman am „Onthological-Hysteric Theatre“, bevor sie als Theaterpädagogin am Kreativhaus e.V. in Berlin arbeitete. Seit 2008 studiert sie Szenische Künste und ästhetische Praxis in Hildesheim, sowie Puppenspiel (University of Exeter). Judith ist Mitbegründerin des Performancekollektivs Theater_in sowie eines Stadtspielkollektivs, war 2012 Stipendiatin des Westwind „Next Generation“ und produzierte u.a. im Rahmen der „neuen Linie“ am Helios Theater, Hamm. (Produktion: Ich kann nicht. Ich habe meine Deeskalationshandschuhe an.)


Lena Ures (1989) studierte bis Sommer 2012 Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim und seit Herbst diesen Jahres Sprachkunst in Wien. Sie ist Mitglied des Berliner Künstlerkollektivs „eclectic electric collective“, mit dem sie diesen Sommer am Festival „Steirischer Herbst“ in Graz teilgenommen hat. (Produktion: Ich kann nicht. Ich habe meine Deeskalationshandschuhe an.)


Lara Liv Anderegg  aus Zürich wirkte bei der Produktion "HERGESTELLT IN FRANKREICH : WURDE IN FRANKREICH HERGESTELLT" (State Of The Art 2011) mit, aus der die Gründung des heute bestehenden Kollektivs hervorging.


Claire Bouillet wirkte bei der Produktion "HERGESTELLT IN FRANKREICH : WURDE IN FRANKREICH HERGESTELLT" (State Of The Art 2011) mit, aus der die Gründung des heute bestehenden Kollektivs hervorging.


Weitere Zusammenarbeiten

Jonas Feller (1989) studiert seit 2014, nach Abschluss des Studiums der Szenischen Künste an der Universität Hildesheim, den Masterstudiengang Inszenierung der Künste und der Medien. Jonas ist Gründungsmitglied des Theater-Kollektivs Mennerdy, sowie dem Festivalgesprächs und -beobachtungs Teams Geheime Dramaturgische Gesellschaft. Er arbeitet zudem am Theaterhaus Hildesheim, gibt Workshops, macht in diversen Konstellationen Theater und beschäftigt sich zur Zeit mit Spielanordnungen und Regelsystemen im Theater. (Inspizienz bei diversen Produktionen von VOLL:MILCH)


Lisa Großmann (1987) ist seit Oktober 2015 Kollegiatin am Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“. Sie studierte an der Universität Hildesheim und schloss mit einer Arbeit zu Probenprozessen für partizipative Theaterformen ab. Im Mittelpunkt ihrer aktuellen Forschung steht das Wissen, das Theaterproben benötigen, hervorbringen und festigen. Neben der Dissertation arbeitet sie regelmäßig künstlerisch als freie Dramaturgin, Assistentin, Kostümbildnerin und Theatermacherin mit den Performancetheatergruppen Interrobang und VOLL:MILCH zusammen. 


Annika Henrich (1990) assistierte am Stadttheater Gießen und leitete eigene Inszenierungen mit den dortigen Jugendclubs. Seit 2011 studiert sie Szenische Künste an der Universität Hildesheim. Zu ihren Arbeiten gehören Solo-Performances sowie die Zusammenarbeit in verschiedenen Kollektiven, zuletzt war sie mit dem Kollektiv Mifido mit einer Inszenierung beim Schredderfestival zu sehen. Für VOLL:MILCH war sie bereits mehrfach als Inspizientin und Technikerin tätig.


Thorben Sinning (Bühnenbild, Fotos)