VOLL:MILCH

VOLL:MILCH


VOLL:MILCH ist ein 2011 gegründetes Hildesheimer Theaterkollektiv. VOLL:MILCH besteht aus vier Gründungsmitgliedern und arbeitet darüber hinaus in jeweils verschieden großen Besetzungen mit weiteren Künstler*innen und Expert*innen zusammen. Seit dem Jahr 2016 erhält VOLL:MILCH eine Konzeptionsförderung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.


Aus einem postdramatischen, performativen Grundansatz heraus versteht VOLL:MILCH seine Theaterpraxis als Demontage und Montage theatraler Mittel, szenischer sowie nicht-szenischer Ereignisse und gesellschaftlicher Phänomene. Diese De-Montage wird dabei als Möglichkeit verstanden, kritisch an der Schnittstelle von Präsentation und Repräsentation zu forschen und so politisch gesellschaftskritisches Theater zu machen. Implizit oder explizit verhandeln wir damit auf der Bühne immer auch die Frage danach, was Theater sein kann und unter welchen Bedingungen dieses produziert und rezipiert wird.

Die theatralen Arbeiten der Jahre 2016-2019 fasst VOLL:MILCH für sich unter dem Begriff des Monster-Zyklus zusammen. Aus der szenischen Arbeit des Monster-Zyklus heraus hat sich der erweiterte interdisziplinäre Arbeitszusammenhang Monster Control District (MCD) gebildet.

Mit der seit 2017 voranschreitenden Produktion der Montagesoftware nota und den zwei Projekten notanarchive und notastage verfolgt VOLL:MIILCH einen neuen Ansatz: Innerhalb der Produktionsgemeinschaft nota forscht VOLL:MILCH an einem digitalen Archivmodell für die Freie Szene (notanarchive) und an einem gemeinsamen/partizipativen digitalen De-Montagetheater (notastage).


In den Jahren 2014/15 hat VOLL:MILCH zwei Arbeiten mit sogenannten Expert*innen des Alltags erarbeitet. „    “: Ein Stück mit gebärdensprachkompetenten Menschen zum Thema Revolution und Wirkmächtigkeit von Sprache. Refugee Homecare : Flüchtige Heimatpflege : أديهو فرصة: Ein Stück mit vier sudanesischen Asylbewerbern zur deutschen Asylpolitik, Isolation und dem revolutionären Potential von Lücken. „ “ wurde zum transeuropa Festival 2015 eingeladen und Refugee Homecare hat einen Preis der Bürgerstiftung Hildesheim erhalten und wurde für das Körber Studio Junge Regie 2016 nominiert.

Frühere Arbeite (2012-2013): Also gut mein Sohn, dann halt mal deinen Schwanz fest (2013): Ein Stück zu Rassismus und postkolonialen Strukturen. Ein Performer findet die roten Schuhe, stellt sich vors Theater und klopft an (2013): Ein Stück zur deutschen Kulturpolitik. Ich kann nicht. Ich habe meine Deeskalationshandschuhe an. (2012): Ein Stück zur Wirkmächtigkeit politischen Engagements. ein glas orangensaft konnte in jedem teil der welt in diesen tagen getrunken werde (2012): ein Stück zum Subjekt-Objekt-Verhältnis in der Performance-Kunst.


Gründungsmitglieder: Ekaterina Trachsel, Birk Schindler, Sebastian Rest, Stephan Mahn / Paula Löffler (2011-2016, seither assoziiert)